Neckarabschwimmen 2010
Dämmrig war es und hinter den Bäumen versteckt, konnte man den Mond nur erahnen, leise tanzten die Schneeflocken im Licht der Fackeln und fröhliches Lachen, aber auch bibern war zu hören.
Das Neckarabschwimmen am 06.01.2010 war etwas ganz besonderes. Um das 40-jährige bestehen der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Tübingen und die 20-jährige Zusammenarbeit zwischen Reutlingen und Tübingen zu feiern, fand das Neckarabschwimmen dieses Jahr erst um 17 Uhr, anstatt wie sonst um die mittags Zeit, statt.
Um Punkt 17 Uhr erklang der Startschuss und 117 mutige Feuerwehrleute und DLRGler stürzten sich in die Fluten. Bei etwa +2 Grad hieß es, die 2,5km vom Campingplatz bis zur Neckarbrücke, irgendwie zu bewältigen.
Wir, die DLRG- Jugend Tübingen, hatten wie auch schon die Jahre davor, unser knallrot an gesprühtes Surfbrett dabei. Zwei von uns meinten, sie wären ganz schlau=), und setzten sich kurzerhand einfach auf das Surfbrett und ließen sich von ihren Kameraden und der Strömung ziehen, um dem kalten Nass noch ein wenig zu entfliehen. Doch rechneten sie nicht mit dem hinterrücksen Überfall der Reutlinger, die sie kurzerhand vom Brett schmissen. Natürlich ließen wir uns das dann auch nicht gefallen und schworen Rache. Leider waren wir unseren Kumpanen haushoch unterlegen, und schluckten mehr Neckarwasser als uns zu verteidigen. Als wir nach ca. 45min unser Ziel erreichten, waren wir nach den vielen Angriffen total erschöpft und stellten uns nur noch mit einer heißen Tasse Tee nahe, sehr nahe ans Feuer *g* um uns aufzuwärmen. Denn dieses Jahr gab es am Ausstiegsort ein von den Narren bewachtes Feuer, an dem sich die Schwimmer, aber auch mancher von den zahlreich erschienenen Zuschauern aufwärmen konnten.
Schnell ging es dann ins Uhlandbad, wo die heißen Duschen schon auf unser kommen warteten. Nachdem auch der letzte wieder aufgetaut war, gings mit dem Bus zum Feuerwehrhaus, wo noch vor dem Essen ein neues Feuerwehrauto an die Feuerwehr übergeben wurde. Zum essen gab es dann Spätzle mit Linsen und Seitenwürste. Gegen 21.00 Uhr, war der ganze Spaß dann auch schon vorbei, aber alle freuen sich natürlich schon wieder auf das nächste mal.
(Text: Diana Kaltenmark)





